
Im Produktionsprozess toleriert Borosilikat keine ungleichmäßige Wärmeverteilung. Ein ungleichmäßiges thermisches Profil zeigt sich schnell – in Form von optischen Verzerrungen, Spannungsrisiken nach der Formung sowie zusätzlichen Bearbeitungsschritten, die Zeit beim Glühen und Laminieren verbrauchen. Wir haben diese Infrarotlampe für Borosilikat entwickelt, um diesen Verschwendungsschritten vorzubeugen. Sie strahlt Energie in das Absorptionsband von Borosilikat ab – schnell und kontrolliert – sodass die Prozesszeit verkürzt wird, ohne dass es zu thermischen Belastungen kommt.
Was steckt eigentlich hinter dieser Technologie?
Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotemitter in Quarzkapseln – ausgewählt wegen ihrer schnellen Reaktionsfähigkeit und stabilen Leistung. Die Lampe funktioniert mit Spannungen zwischen 230 und 460 V, wobei die Leistungsdichte an den jeweiligen Prozess angepasst wird – typischerweise 2–6 kW pro Modul. Zudem verfügt die Lampe über eine kompakte Heizzone, die in vorhandene Rahmen eingebaut werden kann. Die fokussierte Strahlung erwärmt zunächst die Oberfläche, wodurch Konvektionserscheinungen minimiert werden und die Beschichtungen nicht beeinträchtigt werden. Die Leistung bleibt auch bei langanhaltendem Betrieb konstant – einige unserer Geräte arbeiten mehr als 5.000 Stunden lang mit weniger als 5% Leistungsabfall.
Warum funktioniert diese Technologie in der Praxis?
Beim Tempern erfolgt die Erwärmung schnell und gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche – dadurch entsteht eine konstante Kompression der Oberfläche und eine vorhersehbare Fragmentierung. Beim Biegen folgt die Temperaturfront dem Formwerkzeug – dadurch wird das Rückfedern reduziert und die Kanten bleiben glatt. Beim Glühen führt eine konstante, kontrollierte Erwärmung dazu, dass thermische Spannungen beseitigt werden, ohne dass es zu Überschreitungen kommt. Dadurch verbessert sich die optische Klarheit. Bei der Abdichtung von Isolierglasscheiben beschleunigt die gezielte Erwärmung den Prozess – dabei bleibt die Funktionalität des Trockenmittels unbeeinträchtigt. Der Energieverbrauch sinkt, da nur das Glas erhitzt wird, nicht die Luft darum herum.
Ein paar praktische Tipps, die später Probleme vermeiden helfen:
Die Montage und Ausrichtung sind wichtig – viel wichtiger, als man denkt. Der Abstand zum Glas sowie die Geometrie des Reflektors müssen zur Anlage passen – sonst entstehen Hotspots und kalte Stellen. Die Aufheizung auf die volle Leistung erfolgt schnell – doch man sollte eine geschlossene Temperaturregelung verwenden, um Schwankungen in der Netzspannung auszugleichen. Halten Sie die Lampe und den Reflektor sauber und passen Sie die spektrale Leistung an die Emissivität des Glases an. Das ist nicht überall einfach umsetzbar – aber es ist möglich, wenn man die Anlage sorgfältig installiert.